Das Unternehmensgründungsprogramm

Das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm

Das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm – der Ablauf

Das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm des AMS unter­stützt arbeits­su­chen­de Per­so­nen, die den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit pla­nen. Am Grün­dungs­pro­gramm kön­nen arbeits­su­chend vor­ge­merk­te Per­so­nen (unab­hän­gig von einem Anspruch auf Leis­tun­gen nach dem Arbeits­lo­sen­ver­si­che­rungs­ge­setz) teil­neh­men.

Das Ange­bot umfasst eine pro­fes­sio­nel­le Grün­dungs­be­ra­tung, Work­shops, spe­zi­el­le Ziel­grup­pen­be­ra­tung (Genera­ti­on 50+, Frau­en und Migran­tIn­nen) sowie einen finan­zi­el­len Bei­trag zur Exis­tenz­si­che­rung.

 

Die Bera­tungs­leis­tung wird durch die ÖSB Con­sul­ting GmbH erbracht.

 

Der Ablauf:

 

  • Sie haben Ihre Geschäfts­idee schrift­lich dar­ge­stellt und dem AMS über­mit­telt.
  • Sie erhiel­ten von Ihrer AMS-Bera­te­rin / Ihrem AMS-Bera­ter einen Check-In-Ter­min sowie einen Code. Mit die­sem Code regis­trie­ren Sie sich mind. 3 Werk­ta­ge vor dem Ter­min unter ERST­AN­MEL­DUNG.
  • Sie neh­men an unse­rem UGP-Check-In (Erst­in­for­ma­ti­on in der Grup­pe) zum ver­ein­bar­ten Ter­min teil. In Aus­nah­me­fäl­len kann statt­des­sen ein indi­vi­du­el­les Gespräch ver­ein­bart wer­den. Den Ter­min orga­ni­siert Ihre AMS-Bera­te­rin / Ihr AMS-Bera­ter.

 

Vier Pha­sen des UGP

Pha­se 1 — Klä­rungs­pha­se

Die Klä­rungs­pha­se beginnt mit dem Check-In-Ter­min (in Aus­nah­me­fäl­len Erst­ge­sprächs­ter­min). In den dar­auf­fol­gen­den Wochen reflek­tie­ren wir gemein­sam Ihre Geschäfts­idee und schät­zen die Chan­ce auf erfolg­rei­che Rea­li­sie­rung ein. Bin­nen 8 Wochen (bzw. 10 für Wie­der­ein­stei­ge­rin­nen) über­mit­teln wir die Ent­schei­dung über die wei­te­re Vor­gangs­wei­se an das AMS.

 

Sie erstel­len einen vor­läu­fi­gen Busi­ness­plan. Maß­geb­li­chen Ein­fluss auf die För­der­mög­lich­keit haben ins­be­son­de­re die The­men­be­rei­che Gewer­be­recht, Finan­zie­rung, Stand­ort und Ertrags­er­war­tung.

 

Pla­nen Sie Ihre Grün­dung zudem in den nächs­ten Mona­ten, kann eine Auf­nah­me in das UGP erfol­gen – sofern die for­ma­len Vor­aus­set­zun­gen auch erfüllt sind. Unmit­tel­bar nach Auf­nah­me in das Grün­dungs­pro­gramm sowie nach Grün­dung ist durch Sie jeweils ein Begeh­ren an das AMS zu stel­len. Nut­zen Sie dafür Ihren eAMS-Zugang!

Pha­se 2 — Vor­be­rei­tungs­pha­se:

Sie berei­ten sich gezielt auf Ihr Unter­neh­mer­tum vor und arbei­ten an Ihrem schrift­li­chen Unter­neh­mens­kon­zept wei­ter. Wir unter­stüt­zen Sie dabei durch Ein­zel­be­ra­tung und Work­shops zu Fachthe­men sowie durch die Bereit­stel­lung unse­rer Netz­wer­ke.

Die­se Vor­be­rei­tungs­dau­er beträgt maxi­mal vier Mona­te ab Auf­nah­me in das UGP und endet mit der Grün­dung Ihres Unter­neh­mens.

 

Sie erhal­ten: Arbeitslosengeld/Notstandshilfe/Deckung des Lebens­un­ter­halts (DLU) plus täg­lich € 2,04. Ein Zuver­dienst bis zur Gering­fü­gig­keits­gren­ze ist mög­lich.

 

WICH­TIG:

Ihre ÖSB-Bera­te­rin bzw. Ihr ÖSB-Bera­ter benö­tigt die Gewer­be­an­mel­de­be­stä­ti­gung bzw. bei Neu­en Selbst­stän­di­gen eine Anmel­de­be­stä­ti­gung von der SVA, um bei Bedarf die Grün­dungs­bei­hil­fe vor-schla­gen zu kön­nen. Ihre AMS-Regio­nal­ge­schäfts­stel­le benö­tigt neben den o.a. Begeh­ren eben­falls eine Sozi­al­ver­si­che­rungs­be­stä­ti­gung und gege­be­nen­falls Ihre Gewer­be­be­rech­ti­gung.

Pha­se 3 — Rea­li­sie­rungs­pha­se

Die Rea­li­sie­rungs­pha­se beginnt mit der Grün­dung Ihres Unter­neh­mens (Gewer­be­an­mel­dung, Akti­vie­rung oder Mel­dung der Neu­en Selbst­stän­dig­keit). In die­ser Pha­se kön­nen Sie wei­ter­hin per­sön­li­che Bera­tun­gen in Anspruch neh­men und unse­re Netz­werk­an­ge­bo­te nut­zen.

 

Sie erhal­ten für den Zeit­raum von zwei bis drei Mona­ten eine Grün­dungs­bei­hil­fe in der Höhe Ihres AMS-Bezugs als För­de­rung aus­be­zahlt. Zusätz­lich erhal­ten Sie € 5,50 täg­lich (Zuschuss GSVG-Sozi­al­ver­si­che­rung). Ab nun kön­nen Sie unbe­grenzt im Rah­men Ihrer selbst­stän­di­gen Erwerbs­tä­tig­keit dazu­ver­die­nen. Eine gering­fü­gi­ge Beschäf­ti­gung in einem Dienst­ver­hält­nis ist eben­falls noch mög­lich.

Pha­se 4 — Nach­be­treu­ungs­pha­se

Für die Dau­er von 2 Jah­ren ab der Grün­dung ste­hen Ihnen bei Fra­gen unse­re Bera­te­rin­nen und Bera­ter wei­ter­hin zur Sei­te. Außer­dem kön­nen Sie unse­re Netz­werk­an­ge­bo­te wei­ter nut­zen.

 

Das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm UGP wird durch das AMS Salz­burg finan­ziert. Ihnen ent­ste­hen daher kei­ne Kos­ten.

Hin­weis: Auf Ihre Auf­nah­me in das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm besteht kein Rechts­an­spruch.

 

BIT­TE BEACH­TEN SIE:

Ter­mi­ne mit der ÖSB sind unbe­dingt ein­zu­hal­ten! Soll­ten Sie zwei Mal zu ver­ein­bar­ten Ter­mi­nen nicht erschei­nen, ohne min­des­tens 3 Werk­ta­ge vor­her direkt bei Ihrer UGP-Bera­te­rin bzw. Ihrem UGP-Bera­ter abzu­sa­gen bzw. andern­falls eine Arzt­be­stä­ti­gung vor­zu­le­gen, so führt dies für Sie zum Aus­schluss aus dem UGP durch das AMS. Ein Ter­min kann wäh­rend des Kran­ken­stan­des nicht wahr­ge­nom­men wer­den!

Das Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm UGP – Check­lis­te:

Fol­gen­de for­ma­le Vor­aus­set­zun­gen sind für Ihre Teil­nah­me am UGP des AMS Salz­burg zu erfül­len:

 

  • Es liegt kein Schuldenregulierungs‑, Pfän­dungs- oder Exe­ku­ti­ons­ver­fah­ren vor.
  • Sie waren in den letz­ten 3 Jah­ren nicht bei der SVA oder BSV pflicht­ver­si­chert (Die­se Frist kann in bestimm­ten Aus­nah­me­fäl­len auf 2 Jah­re ver­kürzt wer­den).
  • Sie stre­ben eine pflicht­ver­si­cher­te, haupt­be­ruf­lich selbst­stän­di­ge Tätig­keit an.
    Dabei ist Vor­aus­set­zung, dass eine Pflicht­ver­si­che­rung gemäß GSVG (Gewerb­li­ches Sozi­al­ver­si­che­rungs­ge­setz) bzw. BSVG (Bau­ern-Sozi­al­ver­si­che­rungs­ge­setz) inner­halb der nächs­ten 4 – 6 Mona­te geplant ist. ACH­TUNG: bei gering­fü­gi­ger Selbst­stän­dig­keit ist im Unter­neh­mens­grün­dungs­pro­gramm ein Umstieg in die GSVG-/BS­VG-Pflicht­ver­si­che­rung nur mit Jah­res­wech­sel (1. Jän­ner) mög­lich!
  • Es han­delt sich um kei­ne Betriebs­über­nah­me inner­halb der Fami­lie (bis 2. Ver­wandt­schafts­grad).
  • Es han­delt sich um kei­ne frei­be­ruf­li­che Tätig­keit (z.B. Rechts­an­wäl­tIn­nen, Zivil­tech­ni­ke­rIn­nen, (Tier-)ÄrztInnen etc.).
  • Die Idee ist nicht im Bereich eines Struk­tur­ver­trie­bes geplant.